Carpooling: Gemeinsam fahren und sparen

Auch wenn Basel und Umgebung über ein sehr ausgeprägtes ÖV-Netz verfügt und der Anteil nachhaltiger Mobilität stetig zunimmt, setzen doch einige Pendlerinnen und Pendler aufs Auto. Carpooling ermöglicht es, den CO2-Ausstoss zu senken, Staus zu reduzieren und neue Freundschaften zu knüpfen.

Basel, Stadt der Museen, der Fasnacht und des Zolli – aber auch der grünen (und teilweise gelben) Drämmli und Busse. Und auf unsere öffentlichen Verkehrsmittel sind wir hier am Rheinknie mächtig stolz. Zu Recht, denn so kommt man nicht nur innerhalb der Stadtgrenzen schnell von Punkt A nach Punkt B; für die Agglo ist die Stadt auch schnell erreichbar.

Trotzdem benutzt etwa die Hälfte der Pendelnden häufig das Auto. Doch wenn es schon mit dem PW in die Stadt gehen soll, wäre es doch eine sinnvolle Idee, die Sitzplätze im Fahrzeug nicht ungenutzt zu lassen. Deswegen: Lasst uns über Carpooling sprechen!

Was ist Carpooling?

Auch wenn das Suffix «-pool» es hoffen lässt, hat Carpooling leider nichts mit einem Schwimmbad zu tun. Carpooling bezeichnet die gemeinsame Nutzung eines Fahrzeugs durch mehrere Personen, um eine ähnliche oder gleiche Route zu fahren. Dies kann eine regelmässige Pendelfahrt zur Arbeit, Universität oder zu anderen regelmässigen Aktivitäten sein.

Diese Fahrgemeinschaften bieten eine Vielzahl von Vorteilen. Der offensichtlichste ist die Kostenersparnis. Durch die Aufteilung der Benzinkosten und Parkgebühren können alle Beteiligten Geld sparen. Aber es geht nicht nur ums Geld: Carpooling reduziert auch den CO2-Ausstoss und trägt somit zum Umweltschutz bei. Darüber hinaus verringert es Verkehr und Stau, besonders zu Stosszeiten, und auch auf die Parkplatz-Situation in der Stadt hat es einen positiven Einfluss.

Fremde werden Freunde

Aber wie findet man eine Fahrgemeinschaft in und um Basel? Unseres Wissens gibt es keine spezifische Plattform, auf welcher man seinen Match für regelmässige Fahrten findet (abgesehen von blablacar.com für grössere Reisen, ansonsten belehrt uns eines Besseren in den Kommentaren). Deswegen raten wir, auch online immer wieder Ausschau zu halten, sei es auf Foren wie Facebook-Gruppen oder dem Marktplatz von Unibas. Mittlerweile haben viele grössere Liegenschaften auch eigene Apps, in denen sich Bewohnerinnen und Bewohner untereinander organisieren können. Wäre ja vielleicht ein Grund, die Mails von der Hausverwaltung mal nach entsprechenden Angeboten zu durchsuchen…

Ansonsten muss man hierfür auf etwas altmodische Methoden zurückgreifen: miteinander reden! Und schon stellt man fest, dass der Bürokollege im Nachbardorf wohnt oder dass der Sohn der Nachbarin am Mittwoch auch nach Schönenbuch ins Fussballtraining muss.

Wichtig ist, offen für neue Begegnungen zu sein. Denn Carpooling bietet nicht nur eine wunderbare Möglichkeit, Kosten, Zeit und CO2 zu sparen; es ist auch eine herrliche Möglichkeit, neue Leute kennenzulernen und Geschichten auszutauschen – und wenn das Eis gebrochen ist, gemeinsam zu singen:

Am umweltfreundlichsten bist du natürlich weiterhin mit dem Velo, zu Fuss oder mit dem ÖV unterwegs.

Basel, 22.02.2024

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