Mit dem Elterntaxi an den Kindergeburtstag?

Elterntaxis gibt es nicht nur für den Schulweg, sie steuern auch diverse andere Ziele an. Zum Beispiel Fussballtraining, Cellounterricht und den Schwimmkurs. Oder auch die Geburtstagsfeiern sämtlicher Gschpänli aus der Schule und natürlich von den gerade genannten Aktivitäten. Aber gerade diese Form des Elterntaxis könntest du dir aus guten Gründen sparen.

Schatzkarte als Symbol für den Weg zu einer Kindergeburtstagsparty mit dem Elterntaxi

Wenn du Nachwuchs im entsprechenden Alter hast, kennst du das Spiel genau:

  1. Klein Noah hat Geburtstag.
  2. Die Party findet häufig nicht in der Nähe, sondern an einem bei Kindern grad beliebten Ort statt.
  3. Ausser deinem Kind sind noch 11 weitere zur Party geladen.
  4. Pünktlich zum auf der Einladung angegebenen Termin (plus vielleicht fünf Minuten für «Die Jagge isch aber nid cool») machen sich 12 Autos auf den Weg.
  5. Vor Ort herrscht plötzlich Feierabendverkehrsstimmung und akute Parkplatznot.

So läuft das halt, und daran lässt sich nun mal nichts ändern? Nicht zwingend, denken wir. Versuchen wir dazu doch mal ein wildes Gedankenexperiment: Wie wäre es, wenn sich einige oder womöglich gar alle Eltern kurzschliessen und nur ein Erwachsener alle Kinder mit dem ÖV zur Party bringen würde? Zumindest bei denen, die aus der gleichen Richtung kommen, ginge das durchaus. Und es hätte gleich mehrere Vorteile.

Die 1-zu-12-Rechnung: Mathematik für entspannte Eltern

Zugegeben, 12 aufgekratzte Kinder können die Nerven etwas mehr beanspruchen als eines allein. Aber, und genau hier liegt ja die Magie: Du fährst eben auch nur zu jedem 12. Geburtstag. Hinzu kommt, dass dein Nervenkostüm auf einem bequemen Tramsitz deutlich resistenter sein dürfte als beim Steuern eines Autos durch enge Quartierstrassen, immer mit der Frage im Ohr: «Sind wir schon da?».

Insider-Wissen inklusive: Was wirklich auf der Party passiert

Und hier kommen wir zum vielleicht besten Nebeneffekt. Wenn du mit allen Kindern unterwegs bist, erfährst du endlich, wie die Party wirklich gelaufen ist! Statt des üblichen «War schön» erhältst du die ungefilterte Nachberichterstattung zum Geschehen. Wer hat zu viel Kuchen gegessen, wer ist in wen verliebt, und warum riecht Luca plötzlich nach Ziege? (Spoiler: Zur Party gehörte ein Besuch in den Langen Erlen.)

Sparsam und nachhaltig: Ein doppelter Win

Nicht immer eine Flotte von Elterntaxis auf den Weg zu schicken, spart Geld und schont die Umwelt. Das gibt nicht nur dir ein gutes Gefühl, sondern ist auch ein wunderbares Vorbild für die Kleinen. Denn sie lernen, dass es oft auch ohne Auto geht – ganz besonders in Basel und Umgebung. Und sie werden gleich noch zu Profis, was Haltestellen und Linien angeht.

Probier’s mal aus!

All das kannst du jetzt unter «Super Idee, müssen wir echt versuchen» einordnen, um es direkt für immer ganz tief in deinen geistigen Notizen verschwinden zu lassen. Oder du testest es eben doch mal. Damit es eine Chance hat, seien wir ehrlich, musst vermutlich du den ersten Schritt machen. Sprich: den anderen Eltern anbieten, die Leitung der ersten ÖV-Fahrgemeinschaft zu übernehmen. Oder du planst die gemeinsame ÖV-Anfahrt beim Geburtstagsfest deines Kindes grad mit ein. Denkt dann einfach an uns und schickt ein paar Fotos 😉

PS: Selbst wenn die ÖV-Variante für dich nicht in Betracht kommt, ist die Fahrgemeinschaft an sich schon ein riesiger Fortschritt. Dann braucht wenigstens nicht jedes Kind seinen eigenen Limousinenservice. Und du selbst bist auch nicht bei jeder Partyeinladung gefordert. Alternativ bietet sich natürlich je nach Distanz auch eine gemütliche Velofahrt zum Fest an.

Basel, 6.11.2026