Die drey scheenschte Dääg

Wenn am Montag, jeweils nach dem Aschermittwoch, um Punkt 4.00 Uhr in der Basler Innenstadt sämtliche Lichter ausgehen, beginnt eine ganz besondere Zeit. In völliger Dunkelheit erklingen die ersten Piccolos und Trommeln. «Morgestraich: Vorwärts, marsch!»

Ab dem Moment startet die Basler Fasnacht. Während 72 Stunden bestimmt sie das Stadtbild, bevor sie am Donnerstagmorgen um 4.00 Uhr mit dem «Ändstraich» wieder endet. Was dazwischen liegt, ist einzigartig und jedes Jahr aufs Neue ein Erlebnis.

Ein magischer Start

Der Morgestraich beginnt am Montag, 23. Februar, um 4.00 Uhr morgens. Sobald alle Lichter erlöschen, werden die Strassen vom Schein hunderter kunstvoll bemalter Laternen erleuchtet. Tausende Pfeifende und Trommelnde ziehen mit ihren Cliquen durch die dunklen Gassen. Ein magischer Moment, den man am erlebt haben muss.

Wie und Wo?
Da die ganze Innenstadt fast komplett gesperrt ist, sollte man sich vorab über die Anreise infromieren. Die Trams Nummer 8, 10, 11 und 16 fahren bis an den Aeschenplatz, von dort geht es zu Fuss in einigen Gehminuten in Richtung Barfüsserplatz, Marktplatz, Rümelinsplatz, in die Falknerstrasse oder die Freien Strasse.

Räppli-Zyyt

Am 23. und 25. Februar 2026 (13.30–18.00 Uhr) findet der grosse Cortège durch ganz Basel statt. Rund 12’000 aktive Fasnachts-Feiernde zeigen ihre Themen, Sujets und Kostüme. Oft mit spitzer Zunge und viel Humor. Am Dienstag, 24. Februar 2026 findet zudem die Kinderfasnacht statt. Diese bringt auch die jüngsten, bunt kostümierten Fasnächtler auf die Strassen, begleitet von selbstgemachten «Zeedel und Dääfeli».

Wie und Wo?
Die Cliquen und Guggenmusiken marschieren in zwei Routen durch die Innenstadt.Eine äussere und eine innere Route sind dafür festgelegt. Es gibt also genügend Plätze, an denen du den Cortège hautnah sehen und erleben kannst.

Hier findest du beide Routen und die Mobilitätsanbindungen vor Ort:
Innere Route
Äussere Route

Guggemuusig, Latärne und Schnitzelbängg

Am Dienstag, 24. Februar 2026 gehört Basel nicht nur den jüngsten Fasnächtlern, sondern auch den Guggenmusiken. Am Abend treten unterschiedlichste Formationen auf dem Barfüsserplatz oder dem Marktplatz auf und sorgen für eine einzigartige Stimmung.

An allen drei Tagen findet man die kunstvollen Laternen aller Cliquen auf dem Münsterplatz ausgestellt. Diese entfalten besonders nach Sonnenuntergang ihre volle Wirkung.

Ebenso finden an den allen drei Abenden während der Fasnacht die Schnitzelbängge statt. Die Verse werden jeweils am Montag- und Mittwochabend in Restaurants und Theatern vorgetragen, am Dienstagabend in Cliquenkellern und diversen Privathäusern. Mit Spott und Satire über alles, was das vergangene Jahr über bewegt hat.

Nicht drinnen, sondern draussen

Wer für eine Verpflegungsstopp an der frischen Luft bleiben möchte, findet in der gesamten Innenstadt diverse grosse und kleine Stände. Besonders beliebte Anlaufstellen sind der Andreasplatz und der Affenrbunnen, der Schmiedenhof oder der Rümelinsplatz.

Der krönende Abschluss

Am Mittwochabend erreicht die Fasnacht ihren finalen Höhepunkt. Die Gassen sind gut gefüllt und viele Aktive geniessen die verbleibenden Stunden.Kurz vor 4.00 Uhr am Donnerstagmorgen versammeln sich die Cliquen und Guggen an ihren Treffpunkten für einen letzten Marsch. Mit dem «Ändstraich» endet die Fasnacht traditionsgemäss. Ruhig, gemeinschaftlich und mit Vorfreude auf das nächste Jahr.

Basel, 17. Februar 2026