Ein faires Miteinander im Verkehr ist für alle entspannter und sicherer. Leider geht im hektischen Alltag die Fairness schnell einmal vergessen. Damit es «Fair im Verkehr» bleibt, rufen wir die wichtigsten Regeln in Begegnungszonen, beim Parkieren und allgemein im Strassenverkehr in Erinnerung.
Sei nicht wie er. Nimm Rücksicht in Begegnungszonen.
Eigentlich ist es gar nicht so schwierig, sich in der Begegnungszone richtig zu verhalten. In vier einfachen Punkten ist alles zusammengefasst:
- Fussgängerinnen und Fussgänger dürfen die ganze Verkehrsfläche nutzen und haben gegenüber allen anderen Verkehrsteilnehmenden Vortritt.
- Auf der Strasse darf gespielt werden.
- Kein Slalom-Kurs: Zu Fuss geht vor und spielen ist erlaubt, aber wir lassen die anderen trotzdem fair durchkommen und behindern keine Verkehrsteilnehmenden unnötig lange.
- Autos dürfen nur dort parkiert werden, wo es durch Markierungen oder Signale gekennzeichnet ist. Eddy stellt sein Fahrzeug überall ab, du nicht.
- Egal ob mit Motor, Muskelkraft oder E-Power: Die Höchstgeschwindigkeit für alle Fahrzeuge beträgt 20 km/h.
Beim letzten Punkt spielt es keine Rolle, ob dein Fahrzeug einen Tacho hat oder nicht. Falls du unsicher bist, fährst du also lieber etwas langsamer. Für schnelle E-Bikes gilt übrigens seit dem 1. April 2024 eine Tachopflicht. Wenn du dein E-Bike vorher gekauft hast, bleibt dir noch eine Übergangsfrist bis zum 1. April 2027.
Insgesamt machst du schon viel richtig, wenn du dich nicht verhältst wie unser T-Rex Eddy. Ein prähistorisches Raubtier gibt einfach kein gutes Vorbild im Strassenverkehr ab. Wir zeigen dir das gern anhand einiger weiterer Alltagsbeispiele.
Sei nicht wie er. Parkier nur, wo’s erlaubt ist.
Falsch oder rücksichtslos parkierte Fahrzeuge sorgen für unangenehme und gefährliche Situationen. Hier die die wichtigsten Regeln im Überblick:
- Parkieren im Halte- oder Parkverbot sowie auf Velostreifen und vor Zufahrten zu Gebäuden ist nicht erlaubt.
- In Begegnungszonen darfst du dein Auto nur an gekennzeichneten Stellen (Markierung oder Signal) parkieren.
- Achte darauf, dass dein Auto vollständig im Parkfeld parkiert ist und nicht darüber hinausragt.
- Parkieren auf Trottoirs ist nur erlaubt, wenn dies ausdrücklich gekennzeichnet ist. Ansonsten darfst du auf dem Trottoir höchstens für den Güterumschlag anhalten, oder um Personen ein- und aussteigen zu lassen. Dabei muss jedoch immer mindestens 1,5 Meter Platz für Personen zu Fuss oder im Rollstuhl frei bleiben.
- An Orten, wo nur Güterumschlag erlaubt ist, darfst du mit deinem Auto einzig zum Ein- oder Ausladen von Waren oder Personen halten. Ein längeres Parkieren ist nicht erlaubt.
- Mit einer Gewerbeparkkarte darfst du dein Auto bis zu vier Stunden im Parkverbot abstellen.
- Stelle dein Fahrzeug, wenn vorhanden, in Veloabstellanlagen oder ein Veloparkfeld.
- Velos, E-Bikes oder E-Trottis darfst du nur auf dem Trottoir abstellen, wenn mindestens 1,5 Meter Platz für Personen zu Fuss oder im Rollstuhl frei bleiben. Sie dürfen nicht mitten auf dem Trottoir oder im Wartebereich von einer ÖV-Haltestelle parkiert werden.
- Blockiere keine Haus- oder Garageneingänge.
- Die Benützung von blauen oder weissen Parkfeldern für Motorfahrzeuge sowie der gelbmarkierten Behindertenparkfelder ist nicht erlaubt.
- Dein Motorrad darfst du nur auf den dafür vorgesehenen und gekennzeichneten Parkplätzen parkieren.
- In blauen oder weissen Parkfeldern für Autos, auf Behindertenparkfeldern sowie auf dem Trottoir darfst du dein Motorrad nicht abstellen.
Und noch ein paar Hinweise für alle Verkehrsteilnehmenden:
- In der Nähe von Schulen, Kindergärten oder Altersheimen ist besondere Rücksichtnahme beim Parkieren geboten, um die Sicherheit der besonders schützenswerten Personen zu gewährleisten.
- Vermeide es, dein Fahrzeug an unübersichtlichen Stellen (z.B. Kurven, Verzweigungen oder Kuppen) zu parkieren, und blockiere keine Zufahrten für Rettungsfahrzeuge.
- Achte darauf, die weissen Leitlinien für Blinde und Sehbehinderte grosszügig freizuhalten. Falls dies bei einer Anlieferung nicht möglich ist, platziere Leitkegel auf der Linie, um das Hindernis anzukündigen.
Sei nicht wie er. Halt an vor Fussgängerstreifen.
Der Fussgängerstreifen ist ein Schutzraum für die schwächsten Verkehrsteilnehmenden – ganz besonders auch für Kinder, ältere Menschen oder Personen mit eingeschränkter Mobilität. Wer diesen Vortritt ignoriert, gefährdet andere direkt und trägt zur Verunsicherung im Verkehr bei.
Wir appellieren an alle:
- Wer ein Fahrzeug fährt, trägt Verantwortung.
- Respektiere die Verkehrsregeln und zeige Rücksicht.
- Bremse rechtzeitig ab, halte an und lass die zu Fuss gehenden Personen sicher passieren!
Echte Fairness im Verkehr beginnt mit kleinen Gesten und mit dem Einhalten der Verkehrsregeln!
Sei nicht wie er. Fahr nicht auf dem Trottoir.
Die vielleicht einfachste Regel von allen: Das Trottoir ist den zu Fuss gehenden Menschen vorbehalten. Mit E-Trotti, Velo und natürlich auch E-Scooter darfst du das Trottoir nicht benutzen.
Zwei Ausnahmen gibt es doch: Kinder unter 12 Jahren dürfen mit dem Velo auf dem Trottoir fahren, wenn kein Velostreifen oder Veloweg vorhanden ist. Und auch normale Trottinetts ohne elektrischen Antrieb dürfen das Trottoir befahren. Achte dabei darauf, dass du niemanden gefährdest und genügend Abstand hältst. Wenn du eine blinde oder sehbehinderte Person mit weissem Stock kreuzt, halte kurz an oder steige von deinem Fahrzeug ab und stosse es.
Sei nicht wie er. Sei fair im Verkehr.
Seit einigen Jahren sind sie von unseren Strassen nicht mehr wegzudenken: E-Roller, die es von verschiedenen Sharing-Anbietern gibt, oder ihre Geschwister, die breitbereiften E-Chopper.
Falls du mit der langsamen Variante unterwegs bist (Maximale Geschwindigkeit 20 km/h), darfst du den Veloweg benutzen. Mit der schnellen Ausführung (bis 45 km/h) musst du auf der Strasse fahren und einen Führerschein der Kategorie A1 besitzen.
In beiden Fällen gelten, wie für alle anderen Verkehrsteilnehmenden auch, die Grundregeln eines fairen Miteinanders:
- Halte dich an Verkehrsregeln wie z.B. Tempolimiten, Vortrittsregeln und Fahrverbote.
- Fahre oder laufe vorausschauend und mit Respekt vor anderen.
- Bleibe freundlich und verzeih auch mal einen Fehler.
- Blick-Kontakt hilft bei der Verständigung – und auch ein Lächeln oder «Danke» ist nicht verboten.
Goppeloni, 5-Minuten-Theorie, How to Kreisel… Erinnerst du dich?
Fair im Verkehr ist eine gemeinsame Kampagne der Kantonspolizei und des Amts für Mobilität Basel-Stadt.