Veloparking: Das Velo optimal abstellen

Genauso wichtig wie gute Velowege sind genügend Abstellplätze. Würde man alle öffentlichen Veloabstellplätze in Basel nebeneinander aufreihen, ergäbe das eine Länge von rund 10 000 Metern. Grössere Abstellplätze für mindestens 50 Velos sind über die ganze Stadt verteilt. Der Velostadtplan zeigt dir, wo du sie finden kannst – auch extra grosse Abstellplätze für Cargovelos und Velos mit Anhängern sind dort separat ausgewiesen. Daneben gibt es auch viele kleinere Abstellplätze auf den Strassen oder Trottoirs.

  • Ist keine freie Abstellanalge in der Nähe, dürfen Velos auch auf dem Trottoir abgestellt werden, wenn für die Fussgänger ein mindestens 1,50 Meter breiter Durchgang frei bleibt.
  • Bitte respektiere das. Die Fussgänger werden es dir danken.
  • Neben den Abstellplätzen im öffentlichen Raum gibt es in der Region auch einige Velostationen.

Velostationen in Basel und der Region

Viele Veloabstellplätze bieten die beiden Velostationen in Basel am Bahnhof SBB und am Bahnhof St. Johann sowie die Velostation am Bahnhof in Lörrach. Hier kannst du dein Velo sicher und wettergeschützt abstellen, dein E-Bike aufladen oder die Reifen aufpumpen. Alle Infos zu den Velostationen, wie Öffnungszeiten, Preise, weitere Dienstleistungen und Kontaktangaben findest du in unserer Übersicht: Infos Velostationen (PDF)

Bei dir zu Hause sollte dein Vermieter qualitativ gute und überdachte Abstellplätze anbieten. Wo dies wegen alter Bausubstanz und enger Platzverhältnisse nicht möglich ist, wird versucht, im Strassenraum Abstellflächen anzubieten. Bei Bedarf für ein Velofeld kannst du dich an das Amt für Mobilität wenden und einen Antrag stellen. Handelt es sich dabei nicht um ein Einzelanliegen, wird ein Velofeld oder ein kombiniertes Velo- und Motorradfeld eingerichtet, wenn nötig auch zulasten eines Autoparkfelds.

Wenig Chancen für Diebe

Velofahren macht Freund und ist sehr beliebt – leider werden auch sehr viele Räder gestohlen. Zwischen 2000 und 3000 Velodiebstähle werden in Basel jedes Jahr gemeldet. Und nur wenige Fälle können aufgeklärt werden. Damit es gar nicht erst zum Veloklau kommt, gibt es ein paar einfache Spielregeln. Du kannst dein Velo zwar nicht 100-prozentig gegen Langfinger schützen, du kannst es Dieben aber erheblich schwerer machen.

  • Wenn du 10% vom Kaufpreis des Velos in den Preis eines Schlosses investierst, fährst du sicher nicht schlecht. Und je schwerer so ein Schloss ist, desto sicherer ist es in der Regel auch. Der Nachteil: Es wird unhandlich. Am besten du findest einen guten Kompromiss für dich und dein Velo.
  • Hersteller definieren für ihre Schlösser Sicherheitsstufen nach eigenen Kriterien. Ein Vergleich ist da schwierig. Doppelt hält besser: Mit zwei verschiedenen Schlössern ist dein Velo noch besser geschützt. Denn Diebe machen sich diese Mühe ungern.
  • Schliesse dein Velo nicht nur ab, sondern auch an einen festen Gegenstand an. Wenn möglich Rahmen und Rad befestigen. Belebte und helle Plätze sind besser, denn dort fühlen sich Diebe beobachtet. Achte auch darauf, dass dein Velo nicht längere Zeit am selben Ort steht und für Aufmerksamkeit sorgt.
  • Notiere nach dem Kauf Marke, Modell, Farbe und Rahmennummer und mache ein Foto mit dem Smartphone. Kommt es zum Diebstahl hast du alle Infos für die Polizei und Versicherung beisammen. Es gibt verschiedene Anbieter zur Registrierung deines Velos. Die Kantonspolizei hat eine Übersicht für dich zusammengestellt.

Veloschlösser im Überblick

Wir haben dir noch kurze eine Übersicht zu den gängigen Fahrrdschlössern zusammengestellt. Das perfekte Schloss ist leider noch nicht erfunden. Schau doch, welche Vorzüge dich überzeugen.

FAQ

Veloschlösser

Ein Schloss am Velorahmen verhindert durch einen Riegel das Drehen des Hinterrades. Nicht mehr und nicht weniger. Der Vorteil: Es ist immer dabei und schnell abgeschlossen. Echte Sicherheit bietet das Schloss aber nicht. Einige Modelle haben zusätzlich eine Metallkette oder ein Stahlseil und erlauben es, dass Velo an einem festen Gegenstand anzuschliessen. Damit kann ein einfaches Wegtragen des Velos verhindert werden.

Ein Kabel- oder Spiralschloss ist ein mit Kunststoff ummanteltes Stahlseil. Die Vorteile liegen auf der Hand: leicht, flexibel und preiswert. Das Kabelschloss ist beim Anschliessen gut zu handhaben, beim Spiralschloss bleibt man auch schnell einmal hängen (z.B. an den Speichen). Diese Schlösser sind schnell zu durchtrennen und bieten nur einen geringen Schutz. Mehr als eine Wegfahrsperre oder ein Diebstahlschutz für den Velohelm oder den Sattel sind sie daher nicht.

Eine massive Kette und ein Vorhängeschloss haben eine abschreckende Wirkung. Die Kettenglieder von hochwertigen Schlössern sind aussen gehärtet und schwerer zu durchtrennen. Kettenschlösser sind recht lang und flexibel und das Velo kann an einem festen Gegenstand angeschlossen werden. Wenn die Kette mit Kunststoff ummantelt ist, gibt’s auch keine Kratzer am Velo. Fazit: Mittlerer Schutz, aber mit bis zu mehreren Kilogramm sehr schwer und unhandlich.

Beim Bügelschloss handelt es sich um einen grossen mit Kunststoff ummantelten Metallbügel. Es ist kein Leichtgewicht, bietet dafür in der Regel einen sehr guten Schutz vor Diebstahl. Dafür sollte das Velo an einem festen Gegenstand angeschlossen sein. Hier fehlt es dem Schloss aber manchmal an Länge und Flexibilität. Ein Stahlseil mit Schlaufen ist daher eine gute Ergänzung. Bügelschlösser sind recht flach und im Korb oder Rucksack gut verstaubar.

Das Faltschloss ist noch nicht so lange auf dem Markt. Es vereint die Sicherheit des Bügelschlosses mit der Flexibilität eines Kettenschlosses. Durch die Faltung des Schlosses ist es sehr kompakt und gut verstaubar. Eine Aufbewahrungsbox lässt sich im Velorahmen befestigen. Gute Faltschlösser bringen einiges Gewicht auf die Waage (bis 2 Kilogramm). Sie sind aber sehr sicher, allerdings auch nicht gerade günstig. Es gibt sie mit Zahlen- oder Zylinderschloss. Das Falten ist Geschmacksache – dem einen liegt es, der andere bevorzugt den klassischen Bügel. Am besten du testest das beim Velohändler in deiner Nähe.

Die Digitalisierung macht auch vor Veloschlössern nicht halt. Es gibt zum Beispiel die Bluetooth-Variante, die auf Schlüssel und Zahlencode verzichtet. Öffnen lässt sich das Schloss dann mit dem Smartphone. In der Regel handelt es sich dabei aber um Rahmenschlösser, die keine wirkliche Sicherheit bieten. Zumal der Griff zum Smartphone auch nicht immer praktisch ist.

Experimentiert wird auch mit neuen Werkstoffen, wie textilen Kunststoffen. Sie sollen leicht und sägefest sein. Wir sind gespannt, was die Entwicklung noch so mit sich bringen wird.